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Das große Glück im Gluck-Gymnasium

Ein Jahr nachdem der Neubau in Neumarkt bezogen wurde, fällt das Fazit von Schulleiter Bernhard Schiffer bestens aus.

Neumarkt. Richard Lang blickt auf einen seiner Monitore. Er sieht, dass in Zimmer 119 das Fenster geöffnet ist. Auf einem zweitem Bildschirm erkennt er, in welchen Räumen die Luftqualität gerade schlecht ist – und auf seinem dritten Monitor wird angezeigt, wie viel Strom die Solaranlage erzeugt. „Ich hab hier den vollen Überblick“, sagt der Hausmeister des Willibald-Gluck-Gymnasiums (WGG).


Die Technik ist ein wesentlicher Punkt, der sich mit dem Umzug in das neue Schulgebäude verbessert hat. Vor gut einem Jahr zogen die Schüler pünktlich zum ersten Schultag in ihre neue Schule ein. Jetzt, zu Beginn des neuen Schuljahres, ziehen wir rückblickend ein Fazit, wie das erste Jahr lief. Und wir blicken voraus, was noch besser werden kann.
Schulleiter Bernhard Schiffer erinnert sich zurück, als die gesamte Schule in den Sommerferien 2015 umgezogen ist. „Es lief erstaunlich reibungslos“, erzählt er. Am ersten Schultag konnte geordneter Unterricht stattfinden. „Aber natürlich gab es kleinere Probleme“, sagt Schiffer. Hier streikte die Technik, dort ging das Licht nicht. Das größte Problem war aber das komplexe Heiz- und Lüftungssystem. Drei bis vier Monate habe es damals schon gedauert, bis alles glatt lief. „Aber unser Hausmeister ist da ein großer Experte“, lobt er Lang.

Der Hausmeister hatte Zweifel
Der Hausmeister gibt zu, dass er am Anfang seine Bedenken hatte, vor allem mit der Außenanlage. „Ich hatte meine Zweifel, ob die schöne Anlage auch praktisch ist“, sagt er. Gerade bei dem Teich hatte er Angst, dass etwas passiert. „Ich dachte, dass er zugemüllt wird, jemand hineinstürzt oder es fürchterlich stinkt“, erklärt er. Aber nichts davon sei bisher passiert. Lang schwärmt von der schönen Anlage.
Auch der Tenor bei den Schülern ist, dass der Außenbereich einer der schönsten Orte an der Schule sei. „Ich verbringe meine Mittagspause viel öfter an der Schule, als im alten Gebäude“, sagt zum Beispiel Loreal Bajgora, der erste Schülersprecher. Dass die Hartplätze direkt am Gebäude sind, sei ebenfalls ein Vorteil im Vergleich zum alten WGG. „Gerade die jüngeren Schüler nutzen die Hartplätze in den Pausen, um Fußball oder Basketball zu spielen“, sagt Oberstufensprecher Matthias Pabst.

Im alten Gebäude hatte die Oberstufe ein eigenes Zimmer mit Sofas und Fernsehgeräten, um sich in den Freistunden in einen geschlossenen Raum zurückziehen zu können. Im neuen WGG gibt es kein abgeschlossenes Zimmer für die Oberstufe, stattdessen ist alles offen. „Das war der einzige Kritikpunkt, den ich gehört habe, sonst nichts“, sagt Schulleiter Schiffer. Der zweiten Schülersprecherin Lena Pruy fehlt die Privatsphäre. Auch Pabst findet, dass das Oberstufenzimmer im alten Gebäude schöner war. „Aber gerade diese Offenheit macht das Flair des Gebäudes aus“, betont Schiffer.
„Man müsste schon gezielt vor der Scheibe stehen bleiben, um etwas wahrzunehme. Wenn man normal vorbeigeht, ist die Zeit auch für die Schüler zu kurz, um wahrzunehmen, wer gerade vorbeigelaufen ist.“
Systembetreuer Gerd Hilbert.

Ein Merkmal der offenen Schule sind auch die großen Glasscheiben in den einzelnen Klassenzimmern, die es ermöglichen, vom Gang in die Zimmer zu blicken. Anfangs wurde diskutiert, ob das nicht den Unterricht störe. „Man müsste schon gezielt vor der Scheibe stehen bleiben, um etwas wahrzunehmen“, sagt Gerd Hilbert, Systembetreuer und Mitarbeiter in der erweiterten Schulleitung. „Wenn man normal vorbeigeht, ist die Zeit auch für die Schüler zu kurz, um wahrzunehmen, wer gerade vorbeigelaufen ist“, erklärt Hilbert.

Außerdem sind die Scheiben mit Jalousien versetzt, so dass jeder Lehrer diese bei Bedarf herunterlassen kann. Zehntklässler Moritz Schwemmer erzählt, dass am Anfang schon häufig Schüler vom Gang aus in die Klassenzimmer geschaut haben. „Aber mittlerweile ist das nicht mehr so“, sagt der 15-Jährige, der sich wie viele Schüler über die neuen technischen Möglichkeiten in den Zimmern freut. „Jedes Klassenzimmer hat einen Rechner, einen Beamer, eine Dokumentenkamera und zentrale Lautsprecher“, sagt Schiffer. Die technische Ausstattung sei hervorragend und biete den Lehrern und Schülern neue Unterrichtsmöglichkeiten.

Die SMV will Wände verschönern
Laut Schiffer haben Schülervertreter auch bei der Gestaltung und Planung der Schule ihre Ideen miteinbringen können. Einige Schüler finden die farbliche Gestaltung der Schule toll, andere stören die kahlen Wände. „Dass die Schüler Wände bemalen wollen, davon war in keinem Gespräch die Rede“, sagt Schiffer. Doch Pruy erzählt, dass die SMV die Idee hatte, die Wände zu gestalten, aber noch nicht mit dem Architekten darüber geredet hat. „Wenn Herr Berschneider es aber nicht erlaubt, müssen wir dafür Verständnis haben“, sagt Bajgora. Der Plan sei, nicht direkt die Wände zu bemalen, sondern Leinwände, die dann aufgehängt werden sollen und bei Bedarf wieder abgehängt werden können. „Die Wände werden nicht direkt bemalt“, sagt Pruy.

Von Schmierereien ist zum Glück auch das gesamte Schulhaus noch verschont geblieben, sagt Hausmeister Lang. „Im alten Gebäude war es ganz schlimm“, erzählt er. Aber er glaubt, dass die Schüler es wertschätzen, etwas ganz Neues zu haben und es deshalb nicht beschädigen wollen. „Und außerdem könnte man ja ständig beobachtet werden, weil alles so offen ist“, sagt Lang lächelnd. Zuerst habe er wegen der Offenheit schon Bedenken gehabt, aber mittlerweile erfährt er die Vorteile dieses Baus täglich.

Lang hat durch die offene Gestaltung einen besseren Überblick. „Und ich hab kürzere Wege.“ Dadurch, dass der gesamte Bau kompakter als das alte Gebäude ist, spart sich der Hausmeister am Tag einige Meter. Zudem hat das neue Haus zwei Stockwerke weniger als das alte. Und es ist ebenerdig und so auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich.

Schiffer freut sich, dass noch nicht einmal Gebrauchsspuren am neuen Gebäude zu sehen seien. „Aber mal schauen wie das in fünf Jahren aussieht.“ Bis jetzt ist Schiffer mit dem neuen WGG aber „total glücklich“.

Veröffentlicht am 20.09.2016 von Bernhard Neumayer

Link zum Artikel der Mittelbayerischen Zeitung: http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/das-grosse-glueck-im-gluck-gymnasium-21101-art1432328.html

 

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